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Oper
Zu der ältesten Musiktradition von Jindřichův Hradec gehört das Wirken von bedeutenden
Musikerpersönlichkeiten. Erwähnt seien an dieser Stelle einer der führenden Barockdichter und –komponisten Adam Michna z Otradovic, der hier geboren wurde, weiter der hier wirkende bedeutende Komponist Bedřich Smetana oder der Absolvent des hiesigen Gymnasiums Vítězslav Novák. Die erste tschechisch gesungene Oper, „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber, wurde am 26. März 1855 hier aufgeführt. Es war die Zeit des verstärkten Nationalbewusstseins und der Entstehung von Musikensembles, die teilweise bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts bestanden.
Das Jahr 1950 kann mit Recht als der Beginn der Tradition der Opernaufführungen bezeichnet werden. Unter dem Taktstock des jungen Dirigenten Miloš Paul wurden von den hiesigen drei Musikensembles Smetana, Slávy dcera (Die Tochter des Ruhmes) und Hudební jednota (Der Musikverein) Bizets Carmen und Rossinis Barbier von Sevilla einstudiert und aufgeführt. Im Jahr 1951 war Smetanas Dalibor das erste Stück, das im III. Hof der Burg- und Schlossanlage in Jindřichův Hradec gespielt wurde.
Die Jahre 1950 – 1965 werden als „Goldene Ära“ der „Jindřichohradecká opera“ („Die Oper von Jindřichův Hradec“), wie sich das gemischte Musik-Laienensemble nannte, bezeichnet – es wurden mehr als hundert Opern aufgeführt. Ein hohes künstlerisches Niveau der Vorstellungen wurde durch die regelmäßige Besetzung von berühmten Künstlern des Nationaltheaters garantiert. Zu diesen gehörten zum Beispiel Marie Podvalová, Karel Berman, Teodor Šrubař, Eduard Haken oder der bekannte, in Jindřichův Hradec geborene tschechische Schauspieler Zdeněk Kryzánek.
An die schöne Tradition von Opernaufführungen direkt in den Räumlichkeiten der Burg und des Schlosses knüpfte Ende der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts zunächst das Südböhmische Theater in České Budějovice an. Im Jahre 2004 kam dann auch wieder das Nationaltheater hinzu. Seit 2004 konnte man hier die Opern „Der Jakobiner“, „Figaros Hochzeit“, „Rusalka“ „Rigoletto“, „La Traviata“ sehen.





