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Neuhauser Madonna
Zu den bemerkenswertesten mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten, die die Räumlichkeiten der Burg- und Schlossanlage zieren, gehört das Tafelbild der Madonna von Jindřichův Hradec, das nach 1460 datiert ist. Das Werk entstand wohl im Zuge der Wiederbelebung des Marienkults unter der Herrschaft von Heinrich IV. von Neuhaus, des Oberstburggrafen des Königreichs Böhmen.
Die mittlere Bildtafel stellt eine Madonna mit Kind vor einem vergoldeten Hintergrund dar, umgeben von vier Evangelisten. Die Tafel ist in einen flachen Holzrahmen eingefasst, der von acht gemalten Szenen aus dem Leben Mariä und Christi verziert wird. Die einzelnen Darstellungen sind durch Prophetenfiguren mit Inschriftbändern getrennt, auf denen Abkürzungen der Prophezeiungen auf die dargestellten Szenen hinweisen.
Die Madonna von Jindřichův Hradec gehört zu einer größeren Gruppe von südböhmischen Marienbildern aus der Zeit nach 1450, die von den Stilprinzipien der älteren Zeit ausgehen und durch ihre Gesamtauffassung an die sog. Schönen Madonnen des Hohenfurther Typs anknüpfen.





