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Heilig-Geist-Kapelle


Die Burgkapelle war schon Bestandteil des sog. Alten Palases der Herren von Neuhaus ausHeilig-Geist-Kapelle dem 13. Jahrhundert. Sie ist eine der ältesten bekannten Palaskapellen in den Burgen des böhmischen Adels. Ursprünglich nahm sie nur einen der Räume im ersten Stock des Palases ein, aber im Laufe der Jahrhunderte wurden viele Umbauten vorgenommen, aus denen sie schließlich als ein dreigeschossiger Raum hervorging. Jede Bauveränderung hinterließ ihre bis heute zumindest teilweise sichtbaren Spuren an der Kapelle. Die hohe Decke wird vom Kreuzgewölbe aus dem 14. Jahrhundert getragen, das lose mit dem spätgotischen Umbau des Chorraumes verbunden ist. Den ältesten erhaltenen Berichten zufolge war die Kapelle ursprünglich den Aposteln Simon und Judas geweiht, seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts dann dem Heiligen Geist, wie die schriftlichen Quellen belegen.
Der letzte Umbau, der in den Jahren 1709 bis 1735 erfolgte, gab der Burgkapelle ein barockes Aussehen. Mit der Leitung des Umbaus beauftragte Hermann Jakob Tschernin den berühmten Prager Barockarchitekten Franz Maximilian Kaňka. Nach der letzten Rekonstruktion der ganzen Anlage wurde die Kapelle 1993 von neuem geweiht und wird heutzutage gelegentlich zu Gottesdiensten oder kirchlichen Trauungen genutzt.