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Die Schlagzeilen in der Umgebung
Schmalspurbahn von Jindřichův Hradec
Im Jahr 1887 wurde Jindřichův Hradec durch die Böhmisch-Mährische Transversalbahn an die wichtige Verbindungsstrecke zwischen Wien und Prag angeschlossen. Zehn Jahre später wurde der Betrieb der 33 km langen Abzweig-Schmalspurbahn von Jindřichův Hradec nach Nová Bystřice aufgenommen. Die zweite Schmalspurbahn nach Obrataň, 46 km lang, wurde am Heiligabend 1906 eröffnet.
In den Sommermonaten werden regelmäßig Ausflugsfahrten mit Dampflokomotiven veranstaltet.
Mehr Informationen: www.jhmd.cz
Schloss Kamenice nad Lipou
Der Bau der ursprünglichen Burg wie die Entstehung der Stadt fallen in das 13. Jahrhundert. Die Burg wurde zuerst im gotischen, in den Jahren 1580-1583 im Renaissance-Stil umgebaut. Der Turm über dem Tor verlieh dem Schloss nach 1744 einen barocken Charakter, das heutige Aussehen erhielt es 1806-1811, als der Prager Bürger F. Rilke, der Großvater des Dichters R.M.Rilke, es im spätklassizistischen Stil umbauen ließ. 1998 übernahm das Kunstgewerbemuseum Prag das Schloss und begann mit seiner Rekonstruktion, die bis 2004 dauerte. Seit 2004 ist das Schloss der Öffentlichkeit zugänglich.
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Schloss in Stráž nad Nežárkou
Die ursprünglich gotische Burg wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts von den Herren von Stráž erbaut, den Mitgliedern des weitverzweigten Adelsgeschlechts der Witigonen. Nach 1715 wurde sie zu einem barocken Schloss umgebaut, dessen Aussehen sich seitdem nicht wesentlich veränderte. Das Schloss ist mit dem Namen der weltberühmten Sängerin Ema Destinová verbunden, der es seit 1920 bis zu ihrem Tod im Jahr 1930 gehörte. Seit 2002 befindet sich das Schloss im Privatbesitz und wurde mehrmals umgebaut, um das Aussehen aus der Zeit von Ema Destinová zurückzubekommen.
Schloss in Žirovnice / Serownitz
Die durch ihre Perlmuttindustrie und Knopfmacherhandwerk berühmte Stadt wird von einer weitläufigen mittelalterlichen Burganlage dominiert, die in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet wurde. Ende des 15. Jahrhunderts wurde sie zu einem Schloss umgebaut. Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts musste das ganze Areal, das im ausgehenden Dreißigjährigen Krieg stark in Mitleidenschaft gezogen worden war, umfassend rekonstruiert werden. Nach einem unglücklichen Brand im Jahr 1964 wurde das Schloss für die Bedürfnisse eines Museums umgebaut, das sich insbesondere mit der Geschichte der Perlmuttindustrie und des Knopfmacherhandwerks beschäftigt. Die wertvollste Sehenswürdigkeit des Schlosses sind sicher die Fresken von 1490, die von ihrer Fläche her als die größten Wandgemälde in der Tschechischen Republik gelten.
Jagdschloss Jemčina
An der Stelle des Schlosses stand ursprünglich (seit Mitte des 17. Jh.) das Gestüt der Familie der Slawatas, der Herren in der Neuhauser Herrschaft. Das Jagdschloss wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts nach Plänen des Prager Barockarchitekten und –baumeisters Anselmo Lurago gebaut. Ende des 18. Jahrhunderts unter Johann Rudolf Czernin wurde das Schloss Jemčina sehr berühmt. In Anwesenheit der Vertreter des böhmischen und österreichischen Adels fanden hier berühmte Hetzjagden statt, Gelehrte und Wissenschaftler der Nationalen Wiedergeburts-Bewegung waren hier zu Gast. Die Hetzjagden auf dem Schloss Jemčina inspirierten z.B. Alois Jirásek zu seiner Erzählung Záhořanský hon.
Kloster bei Nová Bystřice / Neubistritz
Etwa 4 km von Neubistritz entfernt (in der heutigen Gemeinde Klášter) wurde 1501 von Konrad Kraiger von Kraig ein Kloster für den Paulanerorden errichtet. Es wurde an einer Stelle gebaut, an der drei Heilquellen zusammenlaufen. Im Jahr 1533 wurde es von den Täufern geplündert und ausgebrannt und die verlassene Anlage wurde erst 1626 erneuert. Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Klosteranlage um die Barockkirche der Hl. Dreifaltigkeit erweitert. Joseph II. löste 1785 das Kloster auf und der heruntergekommene Bau wurde im 20. Jahrhundert niedergerissen. Die prunkvolle Kirche blieb aber erhalten und gehört zu den bedeutendsten Barockdenkmälern Südböhmens.
Seilereimuseum in Deštná / Deschna
Das Museum wurde 1998 in der ehemaligen Seilereiwerkstatt der Familie Klik errichtet, die das Seilerhandwerk beinahe 250 Jahre lang ausübte. Während der Besichtigung wird die ursprüngliche Herstellung aus verschiedenen Materialien vorgeführt und verschiedene Methoden des Seiler-, Weber- und Tuchmacherhandwerks gezeigt.
Jindřišské údolí / Heinrichstal
Der schönste und romantischste Teil des Tals von Hamerský potok befindet sich zwischen den Gemeinden Blažejov und Jindřiš, mit massiven Felsblöcken, Blockströmen, Schuttwäldern und Bachkaskaden. Hinter der Gemeinde auf einer Landzunge über dem Bach sind Mauerreste von der kleinen Burg Vítkův hrádek aus dem 13. Jahrhundert erhalten.
Vysoký kámen / Hoher Stein
Es handelt sich um die höchste Erhebung des Böhmischen Kanada bei Jindřichův Hradec. Der Berg (738 m) liegt etwa 5 km südlich von Kunžak und ist etwa 25 km südöstlich von Jindřichův Hradec entfernt. In der Vergangenheit befand sich hier der Punkt, an dem Böhmen, Mähren und Österreich aneinander grenzten. In den Jahren 1860 bis 1890 stand hier ein Aussichtsturm, der zugleich als ein wichtiger Vermessungspunkt des geodätischen Netzes diente. Bis heute kann man hier einen trigonometrischen Mauerpfeiler sehen.





