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Besichtigungsrundgänge
Die Burg- und Schlossanlage Jindřichův Hradec bietet drei Besichtigungsrundgänge und die Aussicht vom Schwarzen Turm. Jeder Rundgang dauert etwa 50 Minuten.
Rundgang A – Adams Haus, während der ganzen Saison zugänglich (April – Oktober),
führt durch die Repräsentationsräumlichkeiten des ersten Stockwerks des Renaissanceflügels, der von Adam II. von Neuhaus in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut wurde. Die Renaissancezimmer, auch Grüne Zimmer genannt, mit der Wanddekoration und den gemalten Kassettendecken sind mit zeitgenössischen Möbeln und Porträts der ehemaligen Besitzer eingerichtet. In dem Rosenberger Gang und weiteren Zimmern hängen neben dem fiktiven Bildnis der Weißen Frau noch weitere Bilder, von denen viele aus der berühmten Czerniner Sammlung stammen. Unter ihnen dominiert die große Leinwand des böhmischen Barockmalers Petr Brandl „Joseph gibt sich seinen Brüdern zu erkennen“. Vom ersten Stock der Arkaden aus bietet sich der schönste Blick auf den ganzen dritten Hof. Im April, Mai, September und Oktober endet die Besichtigung im Musikpavillon Rondell.
Rundgang B – Die mittelalterliche Burg, von Mai bis September zugänglich,
führt den Besucher in die älteste Zeit der Burg in Jindřichův Hradec, in die das Innere des gotischen Palases. Die Besichtigung beginnt in der ursprünglich gotischen, im Barockstil umgebauten Kapelle des Heiligen Geistes. Ein elegantes Rippengewölbe deckt den Königssaal, dessen Wände die Galerie von fiktiven Bildnissen der böhmischen Herrscher ziert. Einzigartig sind der Raum mit den Wandmalereien zur Georgslegende von 1338 und das Tafelbild der Madonna von Jindřichův Hradec aus der Zeit um 1460. Die Besichtigung endet in der Schwarzen Küche, in der am Gründonnerstag der bekannte süße Brei für die Armen zubereitet wurde.
Rundgang C – Appartements des 18. und 19. Jahrhunderts, von Juni bis August zugänglich,
beginnt im dritten Hof und zeigt dem Besucher die Außenanlagen der ältesten Burgbaukunst, führt dann weiter ins Erdgeschoss von Adams Haus, dessen klassizistische Möbeleinrichtung und andere Ausstattung aus dem nahe gelegenen Jagdschloss Jemčina stammen, in das die Czerniner nach dem verheerenden Brand von Jindřichův Hradec 1773 übersiedelten. Zu sehen ist hier auch die Porträtsammlung der berühmten Jagdhundemeute von Franz Josef Czernin, einem der Begründer der Parforcejagd in Böhmen. Die Besichtigung führt weiter durch die Privaträume der Czerniner, durch den Spielsalon mit Billard und endet im Garten im Musikpavillon Rondell, der durch den reichen plastischen vergoldeten Schmuck aus dem 16. Jahrhundert die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Der Schwarze Turm (Hungerturm), in Mai und September samstags und sonntags zugänglich, in Juni bis August täglich. Bei schlechtem Wetter (Wind, Regen) wird der Turm geschlossen.
Der Turm ist einer der ältesten Bauten der Anlage, er stammt aus der Zeit nach 1220. Er ist 32 Meter hoch, die Mauern sind an manchen Stellen bis zu 3,5 Meter dick. Während des Aufstiegs kann man einen Blick in das Innere der ältesten Burgküche werfen, die kürzlich bei den Renovierungsarbeiten freigelegt wurde.
Zu dem Turmumgang, von dem aus sich ein Blick auf die ganze Stadt und Umgebung eröffnet, führen 149 Treppen.
Der Turm ist auch ohne Führung zugänglich.















